Kirchen
St. Josef Trippstadt

Vor der Reformation gehörte Trippstadt zur Pfarrei Aschbach, heute Aschbacher Hof. Dort stand die Mutterkirche der Herrschaft Wilenstein. Von dort wurden drei Filialen mitbetreut: die Hl. Kreuzkapelle in Trippstadt (erstmals 1337 erwähnt) - sie stand dort, wo im Jahre 1744 die heutige protestantische Kirche erbaut wurde; die Filialkapellen auf der Burg Wilenstein (erbaut Mitte des 12. Jh auf Anordnung Kaiser Friedrich I.) eine Kapelle auf dem Stüterhof. Schon 1215 wird Aschbach urkundlich erwähnt..

St. Josef

Nach der Reformation trat die damalige Pfarrei Aschbach zum Protestantismus über. Damit erlosch für Trippstadt in der Folgezeit für fast zweihundert Jahre jegliche katholische Glaubensbetätigung. Im Jahre 1716 bekam als Lehnsherr das Gebiet Wilenstein der katholische Freiherr Ludwig Anton von Hacke. Er belebte vor allem mit der Gründung einer Eisenindustrie im Karlstal die wirtschaftliche Struktur und schuf vielseitigen Arbeitsbedarf. Für Trippstadt bedeutete dies beachtlichen Bevölkerungszuwachs. Die meisten Ansiedler kamen aus katholischen Gegenden wie Südtirol und Österreich. Der Betsaal im Haus des Freiherrn reichte bald nicht mehr aus, so dass er 1752 beschloss, der Gemeinde eine Kirche zu stiften, die gleichzeitig als Begräbnisstätte für die Familie Hacke dienen sollte. Noch bevor der Bau begonnen werden konnte, verstarb der Wohltäter. Sein Sohn Franz Karl Joseph sorgte dennoch für die Errichtung des Gotteshauses. Sie wurde dann am 15.09.1754 eingeweiht. Auf Betreiben der Hackes wurde dann 1877 die katholische Pfarrei Trippstadt wieder errichtet. Um- und Anbauten, Ergänzungen und Renovierungen geben der Kirche ihr heutiges Gesicht. Das gesamte Gebäude des nach Norden gerichteten Saalbaus besteht aus heimi-schen Materialien wie Buntsandstein und Eiche. Die drei aus dem Jahre 1923 stammenden Gussstahl-Glocken tragen die Namen Maria (Ton c), Josef (b) und Petrus (g). Die Zinkpfeifen-Orgel ist fast noch in ihrem Originalzustand von 1878 erhalten. Ein Blickfang im Chorraum sind Altar, Kreuz mit Tabernakel und der Ambo des Künstlers Leopold Hafner (Passau). Er ist ein Schüler des Trippstadter Kunstprofessors Otto Kallenbach. Die Josef-Statue aus Naturholz wurde von Kallenbach 1979/1980 geschaffen. Das Gegenstück zum heiligen Josef ist Hafners Maria mit dem Kind am linken Seitenaltar. Er hat auch den alten Taufstein aus der ehemaligen Kirche St. Blasius vom Aschbacherhof aus dem 15. Jahrhundert restauriert. Hafners Kunstwerke stammen alle aus den Jahren 1995 bis 2001. Neu gestaltet wurde auch der Kreuzweg von den Bildhauerinnen Christine Baziereau (Paris) und Angelica Steinmacher (Stelzenberg).

Im Umfeld des Gotteshauses fallen zwei weitere Stiftungsgaben auf: Das gusseiserne Kreuz von 1863 schenkte Freiherr Curt von Gienanth der Gemeinde. Auf der Vorderseite steht "Es sei ferne von mir, mich zu rühmen, außer im Kreuz unseres Herrn Jesus Christus." Daneben befindet sich ein Sandsteinfindling des Hobbysteinmetz Ernst Dickerhof aus Kaiserslautern, der in stilisierter Form die Kirche, den Namen der Kirche und die Jahreszahl der Erbauung der Kirche eingemeißelt ist.

In den letzten 25 Jahren wurden das Pfarr- und Jugendheim, der Kindergarten (mit späterer Erweiterung) und das Pfarrhaus neu gebaut und das Gelände des Pfarrzentrums neu gestaltet.

Katholikenzahl: 1285
Gottesdienst: Sonntag 10:00 Uhr
Pfarrer:
Friedrich Schmit
Pfarrbüro:
67705 Trippstadt, Hauptstr. 22, Tel. 06306 -2532, Fax 06306 - 6581,
E-mail  St.Josef-Trippstadt@t-online.de
Pfarrsekretärin: Heike Brachtendorf
Pfarrgemeinderats-Vorsitzende:
Dr. Monika Marxen, Tel. 0306 - 2443
Schwesternhaus "St. Barbara"
Oberin: Schwester Benedikta, Tel. 06306 - 358
Kindergarten St. Josef: Steiggasse 12, Tel. 06306 - 2230
Jugendband "Community":
Thorsten Reinartz, Tel. 06306 - 1455>
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